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Transfergesellschaften

Transfergesellschaften (auch: Beschäftigungsgesellschaften), Transferagenturen und Auffanggesellschaften sind manchmal die Alternative zur Arbeitslosigkeit.

Im vergangenen Jahr sind vermehrt von der Arbeitslosigkeit bedrohte Beschäftigte in Maßnahmen des Beschäftigungstransfers eingestiegen. Dabei meint Beschäftigtentransfer nicht nur Transfergesellschaften, sondern generell alle arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten, die entwickelt werden, um von Entlassung bedrohte Beschäftigte in neue Arbeit oder Qualifizierung zu vermitteln und zwar bevor sie arbeitslos werden. Vor allem das 1998 eingeführte Förderinstrument "Zuschüsse zu Sozialplanmaßnahmen" (§§ 254 ff. SGB III) folgt dem Gedanken, die Kündigungsfristen der Beschäftigten für berufliche Neuorientierung und Beratungsangebote, wie Transferagenturen, zu nutzen.

Der Vorteil für die Beschäftigten ist darin zu sehen, dass sie sich in der Transfergesellschaft in einem versicherungsrechtlichen Arbeitsverhältnis befinden und nicht arbeitslos sind. Der erworbene Anspruch auf Arbeitslosengeld bleibt während der Zeit in der Transfergesellschaft bestehen. Der arbeitsmarktpolitische Zweck der Transfergesellschaft liegt in der Vorbereitung der Beschäftigten auf den regionalen Arbeitsmarkt. Durch geeignete Maßnahmen der Qualifizierung und Vermittlung soll also ein Transfer in neue Beschäftigung erfolgen.

Zur Erreichung dieses Ziels ist der Einsatz einer Vielzahl von Instrumenten erforderlich, wie: Erarbeitung einer Berufswegeplanung, kontinuierliche Beratung und Begleitung in der Transfergesellschaft, passgenaue Qualifizierungsmaßnahmen, betriebliche Praktika, Jobrotation, Stellenakquisition, Vermittlungsunterstützung, Mobilitätsförderung und Existenzgründungsberatung.

Der gezielte Einsatz dieser Instrumente und die kontinuierliche Begleitung und Beratung während des Aufenthaltes in der Transfergesellschaft führen dazu, dass die Vermittlungserfolge in neue Arbeit oder weitergehende Qualifizierungsmaßnahmen groß sind. Das ist auch der wesentliche Grund dafür, dass das Instrument als Alternative zu einer Politik der hohen Abfindung mit anschließender Arbeitslosigkeit immer stärkere Verbreitung findet.

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